Warum ich einmal im Jahr wirklich alle Fixkosten durchgehe
Mein jährliches Ritual, alle laufenden Verträge und Abos einmal komplett durchzuschauen, und was dabei bei mir regelmäßig zum Vorschein kommt.
Einmal im Jahr nehme ich mir einen Abend Zeit und gehe wirklich jede einzelne Abbuchung auf meinem Konto durch. Das klingt nach wenig, bringt bei mir aber jedes Mal etwas zutage, das ich vergessen hatte. Hier ist, wie ich dabei vorgehe.
Warum ich das nicht einfach dem Gefühl überlasse
Ich hatte lange das Gefühl, meine Fixkosten grob im Kopf zu haben. Als ich sie zum ersten Mal wirklich aufgelistet habe, war ich überrascht, wie viele kleine Abos sich über die Jahre angesammelt hatten, ein Streamingdienst, den ich kaum noch nutze, eine Versicherung, die ich doppelt hatte, ein Newsletter-Abo mit Bezahlfunktion, das ich komplett vergessen hatte. Einzeln waren das nur ein paar Euro im Monat, zusammen aber ein spürbarer Betrag.
Wie ich dabei vorgehe
Ich lade mir die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate herunter und gehe sie Zeile für Zeile durch, nicht nur die großen Posten wie Miete oder Versicherung. Für jede wiederkehrende Abbuchung frage ich mich: Nutze ich das noch, und würde ich es heute wieder abschließen. Wenn beides Nein ist, kündige ich es in der Regel noch am selben Abend, sonst schiebe ich es doch wieder auf.
Was ich dabei besonders im Blick habe
Versicherungstarife vergleiche ich inzwischen bewusst mit aktuellen Angeboten, weil sich dort über die Jahre oft eine Lücke zum Neukund:innen-Tarif auftut. Bei Strom- und Internetverträgen schaue ich, ob die ursprüngliche Rabattphase längst ausgelaufen ist. Und bei Abos mit automatischer Verlängerung setze ich mir inzwischen direkt bei Abschluss eine Erinnerung, damit ich nicht erst ein Jahr später draufkomme.
Was das mit meinem Sparplan zu tun hat
Jeder Euro, den ich bei den Fixkosten einspare, kann ohne spürbaren Verzicht in meinen Sparanteil wandern. Wie ich mein Budget grundsätzlich aufteile, habe ich im Artikel zur 50-30-20-Regel beschrieben. Der jährliche Fixkosten-Check ist für mich der einfachste Weg, die Sparquote zu erhöhen, ohne im Alltag etwas zu vermissen.
Mein Fazit
Der jährliche Durchgang dauert bei mir kaum mehr als einen Abend, hat mir aber in den letzten Jahren jedes Mal einen dreistelligen Betrag pro Jahr gespart. Das ist meine persönliche Erfahrung damit, kein Versprechen, dass bei dir dieselbe Summe herauskommt, aber ich kann den Blick auf die eigenen Fixkosten nur empfehlen.